Umweltfreundliches Bauen rechnet sich

Im September gehen viele Bauprojekte auf die Zielgeraden, denn: der Winter und das Weihnachtsgeschäft nahen. In Supermarkt-Neubauten lassen sich eine Vielzahl nachhaltiger Elemente integrieren, um die Energieeffizienz der Gebäude zu steigern und ihre Schadstoffbilanzen zu verbessern: Photovoltaikanlagen sind keine Seltenheit mehr, ebenso zeitgemäß sind die Nutzung natürlichen Tageslichts im Marktinneren, LED-Beleuchtung sowie Wärmerückgewinnung aus Kälteanlagen oder die Nutzung von Abwärme zur Beheizung der Flächen. „Alle unsere neuen Märkte sind heute so konzipiert, dass sie energieeffizient betrieben werden“, bestätigt Roland Gottlewski, Geschäftsführer der EDEKA-MIHA Immobilienservice GmbH. „Durch nachhaltige Baustoffe und modernste technische Anlagen leisten wir einen direkten Beitrag zur CO2-Reduktion und somit zum Umweltschutz.“ Als Beispiel nennt der Diplom-Wirtschaftsingenieur das EDEKA Center in Hannover-Roderbruch. Es war 2014 der erste DGNB Platin-zertifizierte Passivhausmarkt in Europa, und viele Elemente wurden als Standard in die Baubeschreibung für zukünftige Standorte übernommen.

 „Durch nachhaltige Baustoffe und modernste technische Anlagen leisten wir einen direkten Beitrag zur CO2-Reduktion und somit zum Umweltschutz.“

Roland Gottlewski

Bei Bestandsobjekten hingegen gilt es ganz genau abzuwägen, welche Strategie verfolgt werden soll: „Aus energetischer Sicht wird man einen 30 Jahre alten Markt durch einen Umbau und Modernisierungsmaßnahmen nicht auf den Stand eines Neubaus bekommen“, so Roland Gottlewski. Letztendlich werde zusammen mit dem Vertrieb die Entscheidung für einen Abriss und Neubau getroffen. „Dabei müssen wir auch im Auge behalten, wie lange ein Markt geschlossen werden muss. Schließlich ist es von großer Bedeutung, die Nahversorgung der Anwohner mit Lebensmitteln vor Ort kontinuierlich aufrechtzuerhalten“, so Gottlewski.

Die EDEKA-Kaufleute und Marktleiter ziehen mit. „Die Effekte eines nachhaltigen Gebäudes sind schnell in sinkenden Betriebskosten spürbar“, weiß Gottlewski. Das Zusammenspiel nachhaltiger Produkte und Verpackungen im Sortiment mit verantwortungsvoll errichteten und energieeffizienten Gebäuden muss stimmen. Nur so sei das Marktkonzept für die Kunden als Ganzes nachvollziehbar, „sonst ist die Glaubwürdigkeit nicht gegeben“, findet Gottlewski.

Wir folgen unserem Nachhaltigkeitskompass

„Unser Engagement trägt einerseits zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung bei und bietet andererseits bedürftigen Menschen ein Zubrot!“

Nina Blomeyer

Nina Blomeyer ist seit über zehn Jahren an Bord der EDEKA Minden-Hannover. Seit 2012 begleitet die Diplom-Kauffrau die Nachhaltigkeitsstrategie im Unternehmen. Sie wirkt federführend bei der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts mit, kümmert sich um die Kooperation mit den Tafeln und ist rund um das Thema „Verantwortung“ Ansprechpartnerin für Kollegen und Kunden.

Wir sprachen mit ihr über unternehmerisches Engagement, Lebensmittel für bedürftige Menschen und die damit verbundene Tafelaktion der EDEKA Minden-Hannover, die im September stattfindet.

Frau Blomeyer, in welcher Weise macht sich die EDEKA Minden-Hannover für die Integration von Nachhaltigkeit in der Geschäftstätigkeit stark?
Nina Blomeyer: Wir verfolgen eine Vielzahl an Ansätzen. Wir arbeiten beispielsweise mit lokalen Tafel-Organisationen zusammen. Unser Engagement trägt einerseits zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung bei und bietet andererseits bedürftigen Menschen ein Zubrot. Außerdem verringern wir Schritt für Schritt unseren ökologischen Fußabdruck oder fördern an der Seite des WWF nachhaltiger produzierte Lebensmittel. Bei allen Aktivitäten lassen wir uns von fünf strategischen Verantwortungsdimensionen leiten, die konkrete Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen mit sich bringen – quasi unser Nachhaltigkeitskompass.

Um welche Themenschwerpunkte handelt es sich dabei? Nina Blomeyer: „Mitarbeiter“ und „Umwelt“ gehören dazu, genau wie „Produkte“, „Gesellschaft“ und „Region“.

Werden wir mal konkret, Stichwort „Tafeln“ – welches Ziel verfolgt die jährliche Tafelaktion der EDEKA Minden-Hannover?
Nina Blomeyer: Bei dieser speziellen Aktion geht es uns darum, einmal im Jahr, im Laufe einer Woche, so viele Lebensmittel wie möglich für örtliche Tafeln zu sammeln. Gerade Produkte, die länger haltbar sind: Mehl, Nudeln, Kaffee zum Beispiel, aber auch Pflegeartikel. Diese stehen den Kunden der Tafeln seltener zur Verfügung. Und durch unsere Aktion können sich die Tafeln mit diesen Artikeln bevorraten. Durch groß angelegte Werbung in Handzetteln und in den Märkten erzeugen wir Aufmerksamkeit bei unseren Kunden und binden sie aktiv ein. Viele EDEKA-Kaufleute unterstützen die Tafeln vor Ort zudem individuell und ganzjährig.

Und können Sie die Rolle der gemeinnützigen EDEKA Minden-Hannover Stiftung in diesem Gesamtbild beschreiben?
Nina Blomeyer: Gemäß ihres satzungsgemäßen Förderauftrags vergibt die Stiftung Spenden, sowohl an gemeinnützige Einrichtungen als auch an bedürftige Einzelpersonen. Wichtig ist dabei ein hohes Maß an Bedürftigkeit der Betroffenen. Unsere Stiftung arbeitet dazu regelmäßig mit Institutionen wie der Lebenshilfe Minden, dem Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke oder der Kinderheilanstalt „Auf der Bult“ Aegidius Haus in Hannover partnerschaftlich zusammen.