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Ankermann GmbH & Co. KG

1976 übernehmen Karl und Ursula Ankermann ­ihren ersten Lebensmittelmarkt in Hohne. Er wird mehrfach weiterentwickelt, bis der noch heute ­florierende »nah und gut«-Markt Hohne entsteht. 1997 folgt die Eröffnung ihres ersten ­EDEKA-Marktes. Mit dem Eintritt des Sohnes Toralf in den elterlichen Betrieb gehen 2001 die Über­nahme mehrerer EDEKA-­Märkte in ­Wahrenholz, Groß Schwülper, Eicklingen, ­Wendeburg und in Leiferde sowie die Eröffnung der ­EDEKA-Center in Celle und Meine einher. Heute betreibt Toralf Ankermann acht EDEKA-Märkte, darunter ein EDEKA-Center mit insgesamt 393 Mitarbeitern. »Wir ­lieben ­Lebensmittel« ist für ihn Motto und Leitsatz zugleich. Mit einem eigenen Weinberg mitten in Nieder­sachsen zwischen Aller und Oker ermöglicht er seinen Mitarbeitern praxisorientierte Weiterbildung zum Thema Wein und legt so die Grundlage für fachkundige Beratung der Kunden im Markt.

Die Weinreben in »Ankermanns Weingarten« wachsen in hundertprozentiger Südlage.
Insgesamt 29 Auszubildende pflanzten einen Tag lang 100 Rebstöcke im Weingarten an.

Ankermanns (Er)Lebensmittel

Ein Weinberg mitten in Niedersachsen zwischen Aller und Oker? Hört sich nach einer Schnapsidee an! Toralf Ankermann aus Groß Schwülper hat es im Frühjahr vergangenen Jahres trotzdem gemacht. »Ankermanns Weinberg« ist ein ebenerdiger Weingarten, liegt im Gilder Weg 68 A, in Leiferde, und beherbergt eine robuste Rebsorte – in hundertprozentiger Südlage. »Das sind ideale Voraussetzungen für Wachstum und Weiterbildung«, erklärt der EDEKA-Kaufmann. Und speziell um letzteres geht es bei diesem besonderen Projekt.

Ende April 2017 griffen die 29 Auszubildenden aus den acht EDEKA-Märkten des selbstständigen Einzelhändlers zu Spaten, Schaufel und Harke und starteten ihre Pflanzaktion. Knapp 100 Rebstöcke wurden auf einer Fläche von 200 Quadratmetern direkt neben dem neuesten Supermarkt der Ankermanns in den Boden gebracht. Mit von der Partie, Fachleute der Bezirkskellerei Markgräflerland eG aus Efringen-Kirchen nahe Freiburg im Breisgau, mit der die Unternehmerfamilie Ankermann bereits seit zehn Jahren eng zusammenarbeitet.

»Mit dem Weingarten ermöglichen wir unseren Mitarbeitern und auch den Kollegen aus der Zentrale unserer Genossenschaft EDEKA Minden-Hannover hier im Norden, sich praxisorientiert zum Thema Wein fortzubilden«, beschreibt Toralf Ankermann die Idee dahinter. »Sie können erleben, wie sich die Pflanzen entwickeln, die Trauben in ihren unterschiedlichen Wachstumsstadien probieren – das ist naturnahes Lernen.«

Seine neueste Kooperation mit der Winzergenossenschaft ist wegweisend für das lokale Wissensmanagement. Das fand auch das Fachmagazin »Lebensmittel Praxis« und verlieh der EDEKA Ankermann GmbH & Co. KG für ihr innovatives Schulungskonzept 2017 den »Kreativ-Cup« im Rahmen des Branchenwettbewerbs »Ausbilder des Jahres«. Zukünftig soll »Ankermanns Weinberg« in Leiferde auch als Veranstaltungsort für verschiedene Anlässe wie Weinabende oder Grill-Events mit Kunden dienen. Denn »ein echter Hingucker ist unser Miniatur-Weingut schon heute«, findet ­Ankermann.

Wie und wo wird der Wein angebaut, der im Markt ­­verkauft wird? Wie werden die Trauben geerntet und zu hochwertigem Wein verarbeitet? Welche Unterschiede in Geschmack und Qualität gibt es? Auf diese und viele weitere Fragen geben die insgesamt sieben verschiedenen Seminare der EDEKA ­Minden-Hannover zum Thema Wein Antwort. Insgesamt bildeten sich 93 Mitarbeiter im ­Unternehmensverbund im Jahr 2017 hierzu fort. Mit der ­Region Saale-Unstrut liegt das nördlichste Qualitäts­weinanbaugebiet Deutschlands im ­Absatzgebiet der EDEKA Minden-Hannover. 2017 konnte die Regionalgesellschaft den Weinabsatz um 6,2 Prozent, ­entgegen der Tendenz im Markt, steigern. Der Absatz von Bio-Weinen stieg im selben Zeitraum um 9,9 Prozent.

Der Anbau und die Pflege der Reben bringt unseren Azubis Lebensmittel noch einmal auf ganz andere ­Weise näher. So lernen sie, die Produkte noch mehr zu schätzen.

Toralf Ankermann

»Toralf Ankermann« – der EDEKA-Einzelhändler besitzt eine eigene Rebsorte, die auch seinen Namen trägt.
Mit dem Weingarten ermöglichen wir unseren Mitarbeitern, sich praxisorientiert zum Thema Wein fortzubilden.

Toralf Ankermann

Weitere Infos zur Logistik/IT im Geschäftsbericht 2016
Stolz präsentiert EDEKA-Kaufmann Toralf Ankermann den nach eigenen Vorgaben produzierten Rotwein »Löwenblut«, den die Kunden exklusiv in ­seinen Märkten kaufen können.

Auf den Spuren der Eltern

Das Ehepaar Karl und Ursula Ankermann legte im Jahr 1976 den Grundstein für den Erfolg der Firma. Heute sind die beiden im Ruhestand. Schon als Kind half Sohn Toralf im elterlichen ­EDEKA-Markt in Hohne dabei, Obst in Papiertüten ­abzupacken.

Heute packt, verteilt auf acht Standorte, ein Team von knapp 400 Mitarbeitern mit an. »Der Markt von damals umfasste 200 Quadratmeter Verkaufsfläche«, erinnert sich der heute 46-Jährige, »und ist als ›nah und gut‹-Standort immer noch ein wichtiger Nahversorger in der Gemeinde«. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann stieg der Sprössling zunächst als Marktleiter ins Geschäft ein. Nur fünf Jahre später trat Toralf Ankermann endgültig in die Fußstapfen seiner Eltern – mit einem großen EDEKA-Center in Meine im Landkreis Gifhorn.

»Ich war seinerzeit der erste Existenzgründer mit einer Großfläche dieses Formates«, erzählt er. Es sollten weitere Märkte hinzukommen, die jüngste Fläche – ein EDEKA-Markt – ist seit 2011 in Leiferde angesiedelt. Seit der Unternehmensgründung vor mehr als 40 Jahren sind insgesamt über 11.000 Quadratmeter für den Verkauf bester Lebensmittel entstanden. Für sie trägt Toralf Ankermann als Geschäftsführer die Verantwortung.

»Ich war seinerzeit der erste Existenzgründer mit einer Großfläche dieses Formates«, erzählt er. Es sollten weitere Märkte hinzukommen, die jüngste Fläche – ein EDEKA-Markt – ist seit 2011 in Leiferde angesiedelt. Seit der Unternehmensgründung vor mehr als 40 Jahren sind insgesamt über 11.000 Quadratmeter für den Verkauf bester Lebensmittel entstanden. Für sie trägt Toralf Ankermann als Geschäftsführer die Verantwortung.

Sohn Sören, Toralf sowie Ehepaar Ursula und Karl Ankermann leben den EDEKA-Generationenvertrag. Ihr »nah und gut«-Markt bildet den Grundstein für ihren erfolgreichen Familienbetrieb.
Ich mag außergewöhnliche Projekte wie diese. Wenn sie dann auch noch regionalen Bezug haben … großartig!

Toralf Ankermann

So kreativ, dass es summt

Wie der nachhaltig produzierte Honig aus der Region zum Beispiel. Genauer gesagt vom eigenen Dach. ­Toralf Ankermann schmunzelt: »›Der Ankermann spinnt‹, müssen wohl einige gedacht haben, ›der hat Bienenkörbe auf dem Supermarktdach‹«.

Denn zusammen mit der Imkerei Rautenberg aus ­Müden an der Aller siedelte der Kaufmann ebenfalls im Frühling 2017 Schritt für Schritt acht Bienenvölker mit bis zu 640.000 der nützlichen Insekten auf seinem Leiferder EDEKA-Markt an. »Ich mag außergewöhnliche Projekte wie diese«, so der Hobby-Imker. »Wenn sie dann auch noch regionalen Bezug haben – großartig!«

Der Clou: Seine Kunden können per Webcam und Monitor direkt im Markt das fleißige Treiben der ­bedrohten Spezies beobachten. Der eingesammelte Honig gelangt später per Kran zurück auf den Boden, dann ins Glas und schließlich in ein rustikales Holz­regal im Markt. Ein Bienen-Schaukasten mit weiteren Informationen zu dieser für Pflanzen und Menschen überlebenswichtigen Insektenart ist in Leiferde in der Zwischenzeit ebenfalls entstanden. Da wundert es nicht, dass es das Honigprojekt auch im »nah und gut«-Markt in Hohne gibt – der Keimzelle des Unternehmens Ankermann. Und bereits in Planung: Kooperationsprojekte mit mehreren Schulen der Umgebung.

Der nachhaltige Honig aus eigener Produktion stammt von den acht eigenen Bienenvölkern auf dem Dach des EDEKA-Ankermann in Leiferde. Die Kunden können per Webcam im Supermarkt die 450.000 fleißigen Insekten beim Einkaufen »live« beobachten.
Verkaufsleiter Thomas Witte und EDEKA-Kaufmann Toralf Ankermann sind von der Qualität des Dry Aged-Fleisches aus dem eigenen Reifeschrank begeistert.
›Der Ankermann spinnt‹, müssen wohl einige gedacht haben, ›der hat Bienen­körbe auf dem Supermarktdach.‹

Toralf Ankermann

Natürlich gehören zum abwechslungsreichen ­Lebens­­mit­tel­angebot à la Ankermann viele regionale Produkte. Er arbeitet mit einem Netzwerk von über 40 regionalen Lieferanten zusammen. Sein selbst hergestellter Gin zeichnet sich beispiels­weise durch Bio-Qualität aus. Der selbst produzierte ­Rotwein ­namens Löwenblut wurde speziell für Herrn ­Ankermann von seinem Freiburger Kooperations­partner kreiert.

Überhaupt setzt Toralf Ankermann in seinen Sortimenten auf verschiedene nachhaltige produzierte Alternativen: Neben zahlreichen Bio-Produkten aus kontrolliert ökologischem Anbau, nehmen die mit dem WWF-Pandalogo gekennzeichneten EDEKA-Eigenmarken einen festen Platz in seinen Regalen ein. »Sie liefern unseren Kunden eine ausgezeichnete Orientierung für einen bewussten Einkauf«, ist Ankermann überzeugt. »Um auf diese Artikel und die Zusammenarbeit zwischen EDEKA und dem WWF aufmerksam zu machen, lassen wir ab und zu den Panda durch unsere Märkte laufen«, sagt er schmunzelnd. Ob er auch mal selbst in das Kostüm schlüpft, ist nicht überliefert.

Thomas Witte hat den Brunswick Gin ins Sortiment der Ankermanns geholt. Der Gin wird ausschließlich aus biologisch erzeugten und fair gehandelten Zutaten hergestellt.
Weitere Infos zur Logistik/IT im Geschäftsbericht 2016

»Gas geben« für junge Talente

Bienentrauben auf dem Dach, Weintrauben neben dem Markt – der Bildungsaspekt spielt für Toralf ­Ankermann eine wichtige Rolle. Denn: »Jugend ist unsere Zukunft«. Deshalb zählt es für den Vater eines 6-Järigen Sohnes zum unternehmerischen Selbstverständnis, stetig Nachwuchskräfte auszubilden. Und seine Ausbildungsquote von knapp neun Prozent kann sich sehen lassen. »Wir müssen heutzutage ordentlich Gas geben, um uns in den Köpfen der Jugendlichen als attraktiver Arbeitgeber festzusetzen und die Fachkräfte von morgen für uns zu gewinnen«, gibt er unumwunden zu.

Diese Freiheit in der Gestaltung meiner Sortimente, das ist so nur in einer Genossenschaft möglich.

Toralf Ankermann

Und was die Zukunft von »Ankermanns Weinberg« angeht – auch dafür hat das Genossenschaftsmitglied der EDEKA Minden-Hannover konkrete Pläne vor Augen: Er will seinen Weingarten für alle Azubis innerhalb des Unternehmensverbundes öffnen, die während ihrer Ausbildung an Zusatz-Seminaren teilnehmen. Auch gestandene Fachverkäufer können vor Ort dann Wein-Seminare besuchen.