Warum wegwerfen? Das ist doch noch gut!

Harpreet Ahluwalia hat in Indien, Leeds und Bremen „Wirtschaft“ und „Finanzwesen“ studiert. Heute ist er als regionaler Einkäufer für die EDEKA Minden-Hannover zumeist in Ostwestfalen, Niedersachsen oder in Norddeutschlands zweitgrößtem Stadtstaat unterwegs. „Mit EDEKA durchs Jahr bedeutet für mich, der verantwortungsvolle und nachhaltigere Umgang mit Ressourcen und auch weniger Lebensmittelverschwendung“, sagt der in Indien geborene Ahluwalia. Insbesondere Letzteres gewinnt zunehmend an gesellschaftlicher Bedeutung.

Mit dem Projekt „Liebe² – Rettet reife Früchtchen“ setzt die EDEKA Minden-Hannover ein Zeichen gegen die Verschwendung wertvoller Lebensmittel – und zwar das ganze Jahr über. „Wir geben sehr reifen Früchten und nicht mehr ganz perfektem Gemüse eine zweite Chance“, erklärt Harpreet Ahluwalia. Obst und Gemüse aus Supermärkten, das für den Verkauf nicht mehr geeignet ist, bekommt so ein „zweites Leben“.

„Wir geben sehr reifen Früchten und nicht mehr ganz perfektem Gemüse eine zweite Chance.“

Harpreet Ahluwalia

Bei der Diakonischen Stiftung Wittekindshof produzieren Menschen mit Behinderungen aus dem nicht verkäuflichen, aber verzehrfähigen Obst und Gemüse hochwertige Chutneys.

Die Ware stammt aus den EDEKA-Märkten in der Region. „So bleibt die Wertschöpfung direkt vor Ort.“ Die Mitarbeiter schnippeln, kochen, würzen und füllen die Produkte nach eigenen Rezepten ab. Die Kooperation mit der Diakonischen Stiftung kam zustande, nachdem die EDEKA Minden-Hannover in der Vergangenheit bereits im Zuge eines anderen Projekts mit der Einrichtung aus Bad Oeynhausen zusammengearbeitet hatte.

Die integrative Arbeit der Stiftung passt perfekt zur Nachhaltigkeitsstrategie des genossenschaftlichen Unternehmensverbunds. „Außerdem steht uns mit der Diakonischen Stiftung Wittekindshof eine erfahrene Manufructur zur Seite“, fügt Ahluwalia hinzu.

„Wir sind bereits mit ähnlichen Werkstätten anderer Regionen in Kontakt, um das Projekt ,Liebe²’ weiterzuentwickeln.“

Schäfer’s setzt auf „Frischlinge“

Mmmmh, wunderbar – wie das duftet! Auch wenn’s im November so richtig schmuddelig ist, riecht es in den Märkten nach frischen Brötchen. Und für jeden Geschmack ist etwas dabei: Die Berliner lieben ihr „Sechskornbrötchen“. In Sachsen-Anhalt wird die „Doppelsemmel“ geschätzt. Und in Niedersachsen greifen die Menschen gern zum „Rusti“.

„Unser Schäfer’s Sortiment geht auf regionale Vorlieben der Menschen ein.“ Für Pascal Raschke ist es nur konsequent, dass sich die Verbundenheit zu Land und Leuten auch in der Produktion widerspiegelt.

2018 hat die EDEKA-Tochter das „Backen vor Ort“-Prinzip erfolgreich eingeführt. Dabei werden vorgegarte, tiefgefrorene Teiglinge vom EDEKA-eigenen Backbetrieb in Osterweddingen für die EDEKA-Märkte und Schäfer’s-Fachgeschäfte produziert. „Die neuen ,Brötchenfrischlinge‘ bringen für unsere Partner eine Reihe von Vorteilen mit sich“, sagt Pascal Raschke.

„Unser Schäfer’s Sortiment geht auf regionale Vorlieben der Menschen ein.“

Pascal Raschke

„Dank unseres Systems können sich die Filialteams im Tagesverlauf nun flexibler auf die Nachfrage einstellen und ganz wichtig: alle Brötchen werden frisch vor Ort gebacken. Frischer kann’s keiner!“ Die Lagerhaltung vor Ort macht es möglich, das vielfältige Sortiment, an der Nachfrage orientiert, bis Ladenschluss anzubieten. Für das Jahr 2019 hat sich Schäfer’s auf die Fahnen geschrieben, Produkte und Prozesse – im Sinne der Verbraucher und Vertriebspartner – weiterzuentwickeln.