Mitarbeiter

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Wilhelm Cramer GmbH

Die Wilhelm Cramer GmbH beschäftigt rund 700 Mitarbeiter im Großraum Hannover. 1947 gegründet, werden die Supermärkte in dritter Generation geführt. Jürgen Cramer und Ehefrau Renate steuern zwei EDEKA-Märkte und sechs große EDEKA-Center. Unterstützt werden sie durch ihre Tochter Inga. Sie verantwortet die Koordination der Gastronomiebereiche. Sohn Sebastian ist in der Geschäftsführung im Einkauf und Vertrieb tätig. Jürgen Cramer gestaltet in verschiedenen Gremien, unter anderem als Vorsitzender des Aufsichtsrates der EDEKA Minden e.G. die strategische Entwicklung des EDEKA-Verbunds auf regionaler und bundesweiter Ebene mit. Der Familie liegt das Wohl ihrer Mitarbeiter sowie der Gesellschaft am Herzen. Deshalb setzt sie sich aktiv für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ein.

Jürgen Cramer

Im mittelständischen Familienbetrieb der Cramers, die insgesamt 700 Mitarbeiter – darunter 50 Auszubildende – beschäftigen, arbeiten gegenwärtig Menschen aus verschiedenen Nationen. Unter ihnen Afghanen, Iraker oder auch Somalis. Gemeinsam mit Tochter Inga und Sohn Sebastian, die ebenfalls der Unternehmensleitung angehören, eröffnet ihnen Seniorchef Jürgen Cramer berufliche Perspektiven im heimischen Arbeitsmarkt. »Die aktive Integration von Menschen mit Migrationshintergrund liegt uns seit vielen Jahren am Herzen.«

Vor allem Geschäftsführerin Inga Ali engagiert sich mit großem Einsatz in verschiedenen Projekten für dieses Thema. »Es ist ihr ein persönliches Anliegen, Flüchtlingen die Möglichkeit zu bieten, sich im Rahmen von Praktika Einblicke in unsere Arbeitswelt zu verschaffen«, erklärt der Vater.

Brückenbauer zwischen den Kulturen

Bürokratie, Instanzenmarathon, wechselnde Zuständigkeiten – wer sich hierzulande für geflüchtete Menschen einsetzen will, braucht Geduld und einen langen Atem. Diese Erfahrung haben der EDEKA-Kaufmann Jürgen Cramer und seine Tochter Inga Ali im Laufe der Zeit bei der Arbeit mit deutschen Behörden immer wieder gemacht. »Es reicht nicht aus, seine Idee in die Tat umsetzen zu wollen«, weiß Cramer. »Ohne Spezialwissen stößt man schnell an die Grenzen des Machbaren«. Die Puste ist den beiden dennoch bisher nicht ausgegangen – im Gegenteil.

Die aktive Integration von Menschen mit Migrationshintergund liegt uns seit vielen Jahren am Herzen.

Jürgen Cramer

An der 30.000 Einwohner zählenden Gemeinde Burgdorf nordöstlich von Hannover befindet sich die Zentrale der Wilhelm Cramer GmbH.
Auch Sohn Sebastian Cramer ist gern auf der »Fläche« aktiv, um damit Kunden täglich die Frische und Vielfalt im Markt zu bieten.
Tochter Inga Ali engagiert sich mit großem Einsatz in verschiedenen Projekten für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.
Wir dürfen nie den Menschen aus den Augen verlieren – sei es den Mitarbeiter oder unsere Kunden.

Inga Ali

Wir arbeiten alle gemeinsam in einem Team. Ich habe Spaß bei der Vielfältigkeit unserer Arbeit und bin sehr zufrieden!

Reza Khavari

In der Ruhe liegt seine Kraft

In der 30.000 Einwohner zählenden Gemeinde Burgdorf nordöstlich von Hannover ist die Zentrale seiner Wilhelm Cramer GmbH. Von hier aus steuert das Zwei-Generationen-Team, in dem auch Jürgen Cramers Ehefrau Renate eine aktive und tragende Rolle einnimmt, zwei EDEKA-Märkte und sechs große EDEKA-Center rund um die niedersächsische Landeshauptstadt. Der neunte Supermarkt ist bereits in Planung. Die Händlerfamilie ist als wichtiger Nahversorger seit langem eine feste Größe des regionalen Wirtschaftskreislaufs.

Keimzelle des unverändert expandierenden Unternehmens war vor 71 Jahren ein 80 Quadratmeter-Ladengeschäft in der Burgdorfer Marktstraße. Jürgen Cramer machte schon als junger Steppke eine gute Figur hinterm elterlichen Tresen. Was dann folgte, ist eine Erfolgsstory, die beeindruckender nicht sein könnte: Authentisch, sachorientiert und mit der sprichwörtlichen norddeutschen Ruhe und Gelassenheit formte der heute 64-Jährige über drei Jahrzehnte hinweg eines der bedeutendsten Lebensmittelunternehmen innerhalb des EDEKA-Verbunds. Sein Credo: »Der Chef muss derjenige sein, der seinem Team vorlebt, wie vertrauensvolle und respektvolle Zusammenarbeit funktionieren kann.« Dabei führt sich Cramer auch immer wieder vor Augen, dass es seine Kunden sind, die diesen Erfolg möglich machen. »Auch mit ­ihnen gehen wir Hand in Hand!«

Deshalb ist es ihm so wichtig, dass seine Mitarbeiter Freude an dem haben, was sie täglich in seinen Märk­ten tun. Unabhängig davon, ob als Auszubildender, Fachkraft, Quereinsteiger oder Ü50-Angestellter. Bei Familie Cramer sind alle willkommen. Übrigens auch eine wichtige Facette des Cramerschen Diversitätsprinzips. Oder eben gelebte Vielfalt. Und damit die Motivation stimmt, bietet sie ihnen verschiedene Zusatzleistungen: Sonderzahlungen, betriebliche Altersvorsorge, Mitarbeiterrabatte und eine überdurchschnittliche Anzahl an Urlaubstagen sind nur einige der Schmankerl, die ihr Unternehmen zum attraktiven und fairen Arbeitgeber in der Region machen. Selbst Arbeitgeberdarlehen sind denkbar. »Vertrauensbildende Maßnahmen«, nennt es Jürgen Cramer.

Es ist für uns selbstverständlich, dass wir uns in verschiedenen ­Projekten für soziale Einrichtungen, Vereine oder auch lokale Künstler engagieren.

Jürgen Cramer

Die Vielfalt der Kulturen bereichert uns – davon bin ich fest überzeugt. Gerade die unterschiedlichen Persönlichkeiten in unseren Markt-Teams tragen zu unserem Unternehmenserfolg bei.

Jürgen Cramer

Die EDEKA-Kaufleute Cramer beschäftigen Mitarbeiter aus verschiedenen Nationen, darunter Afghanen, Iraker oder Somalis.
»Marktkaas aus Nord-Holland« – kulturelle Vielfalt spiegelt sich nicht nur in der Bandbreite der Produkte im Markt wieder, sondern auch bei den Mitarbeitern.

Fördern und Fordern

Das Prinzip hinter der Unterstützung laute »Fördern und Fordern« – wie übrigens für alle Mitglieder der Belegschaft. Wer sich in dem rundherum ungewohnten Umfeld behauptet, dem winkt im Anschluss eine duale Berufsausbildung im Unternehmen.

»Ein großer Schritt«, ordnet Jürgen Cramer ein. »Die Menschen kommen aus komplett anderen Kulturkreisen. Und sie haben auf ihrem Weg zu uns zum Teil Dinge erlebt, die wir Deutsche uns kaum vorstellen können!« Hinzu kommt die Sprachbarriere, die es rasch zu nehmen gilt. »Sie müssen so schnell wie möglich Deutsch lernen«, denn Sprache und uneingeschränkte Kommunikation sind für Cramer die Schlüssel für einen erfolgreichen Integrationsprozess.

Für ihr Engagement ernten die Cramers viel Lob von ihren Kunden. Ab und zu gebe es auch ablehnende Reaktionen, räumt Cramer ein, aber die seien »deutlich in der Minderheit«.

Weitere Infos zur Logistik/IT im Geschäftsbericht 2016

»Eine herausragende ­Persönlichkeit«

Vergangenes Jahr versüßte die wichtigste Ehrung, die man als selbstständiger Einzelhändler in der deutschen Lebensmittelwirtschaft erfahren kann, Jürgen Cramers ohnehin schon außergewöhnliche Laufbahn: Der Kaufmann erhielt für sein Unternehmen den ­»Goldenen Zuckerhut«. Für die hochkarätig besetzte Jury stand bei ihrer Entscheidung fest, dass insbesondere Jürgen Cramers Blick für das große Ganze sowie sein strategisches Geschick ihn zu einer »herausragenden Persönlichkeit in der Konsumgüterbranche« machen.

Seit über 20 Jahren prägt er die Geschichte der EDEKA Minden-Hannover, unter anderem als deren Aufsichtsratsvorsitzender, entscheidend mit. Darüber hinaus ist er stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hamburger EDEKA AG.

EDEKA Minden-Hannover Stiftung

Anlässlich des 75. Jubiläums der EDEKA Minden-Hannover wurde 1995 die gemeinnützige EDEKA Minden-Hannover Stiftung ins Leben gerufen. Jürgen Cramer ist Kuratoriumsmitglied seit Gründung der gemeinnützigen Edeka Minden-Hannover Stiftung. Ihr Zweck ist die selbstlose Unterstützung von Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Ebenso wird Personen geholfen, deren wirtschaftliche Lage aufgrund von Schicksalsschlägen zu einer Notlage geworden ist. Jährlich stehen 60.000 Euro für den Stiftungszweck zur Verfügung. Dieser Betrag erhöht sich um Erlöse aus Aktionen im Einzelhandel sowie Spenden von Mitarbeitern und Externen. Beispielsweise geben zahlreiche Mitarbeiter der EDEKA Minden-Hannover bei der sogenannten Cent-Spende monatlich den Betrag ihrer Gehaltsabrechnung weiter, der rechts vom Komma steht.

Cramers Blick für »die wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung in den Regionen Hannover und Celle« haben seine vielfältigen Aufgaben und Funktionen indes nie getrübt. »Es ist für uns selbstverständlich«, unterstreicht der Vorsitzende der gemeinnützigen EDEKA Minden-Stiftung, »dass wir uns in verschiedenen Projekten für soziale Einrichtungen, Vereine oder auch lokale Künstler engagieren«.

An der Seite seiner Kinder will er auch weiterhin Brücken der Integration bauen. Er will geflüchteten Menschen dabei helfen, in der fremden Umgebung durchzuhalten. »Das ist für sie so wichtig«, und er verspricht: »Wir bleiben am Ball« – ungeachtet aller bürokratischer Hürden! Mit Sohn Sebastian als Vertriebs- und Personalchef, Tochter Inga verantwortlich für Teile des Sortiments und das Gastro-Konzept in den Märkten sowie Ehefrau Renate im Event-­Management sind die Weichen für eine aussichtsreiche Zukunft gestellt – für alle Beteiligten.