Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Im Juli ist die heiße Zeit für Streetfood. Dann schwärmen die Foodtrucks überallhin aus. Gastronomische Angebote solcher Art werden auch im Lebensmitteleinzelhandel immer wichtiger. Bei EDEKA gehören sie zum Einkaufserlebnis wie der Service an der Frischetheke oder Probierstationen im Markt. In unserem Interview berichtet Rüdiger Bieber über vielfältige Gastrokonzepte und steigende Umsätze. Der Küchenmeister und Verkaufstrainer Gastronomie bei der EDEKA Minden-Hannover ist sicher: „So gewinnen wir Kunden dazu.“

Herr Bieber, wie genau gewinnen Sie Kunden dazu?
Rüdiger Bieber: Mit der Foodmafia. Ein Unternehmen mit Foodtrucks, an dem die EDEKA Minden-Hannover 50 Prozent hält und das unser gastronomisches Angebot sinnvoll erweitert. Die stylischen Trucks machen vor EDEKA-Märkten Station. Hier ist Streetfood angesagt. Vor Ort werden Burger, Currywürste und Pizzen serviert und weitere Food-Trends getestet. Die Foodmafia-Trucks können übrigens auch für Veranstaltungen gebucht werden. So haben wir auch eine passende Lösung, wenn sich nicht – schon aus Platzgründen – in jedem EDEKA-Markt opulente Gastrobereiche integrieren lassen.

„Wir haben eine passende Lösung für jeden Kunden.“

Rüdiger Bieber

Herr Bieber, was macht ein „Verkaufstrainer Gastronomie“ ganz genau?
Rüdiger Bieber: Meine Aufgabengebiete sind vielfältig: Ich entwickle neue Rezepte. Ich schule unsere Kollegen in den EDEKA-Märkten und bin zentraler Ansprechpartner für den Einzelhandel. Dann unterstütze ich unsere Kaufleute bei der Planung gastronomischer Konzepte – sei es bei Marktneueröffnungen oder -umbauten. Unser gemeinsames Ziel lautet, die Gastronomiesparte bei der EDEKA Minden-Hannover stetig weiterzuentwickeln und unseren Kunden Mehrwerte für ihren Einkauf bei uns zu bieten.

Was bietet EDEKA denn in dieser Hinsicht? Oder anders gefragt: Was erfreut denn die Gaumen der Kunden ganz besonders?
Rüdiger Bieber: Da gibt’s viele Varianten: Mittagstisch mit Fisch- und Fleischgerichten. Burger sind weiterhin im Trend. Frisch zubereitete Wokgerichte, Pizza und Pasta, aber auch hausgemachtes Sushi. Der Fantasie unserer Marktbetreiber sind da keine Grenzen gesetzt.

Worauf kommt es denn bei Gastrobereichen an, damit sie sich erfolgreich ins Marktgeschehen integrieren lassen?
Rüdiger Bieber: Ganz wichtig ist, dass Inhaber und Marktleitungen sowie das Team vor Ort Lust auf Gastro haben. Dass sie gut geschult und motiviert an die Sache herangehen. Nur so können solche Konzepte mit hoher Qualität umgesetzt werden. Beste Beispiele sind unser Marktkauf-Haus in Osnabrück-Nahne oder das Angebot des EDEKA Center Ehlers in Soltau.

Wie hat sich die Nachfrage des Einzelhandels nach Gastroleistungen in den EDEKA-Märkten entwickelt, ist eine Steigerung erkennbar?
Rüdiger Bieber: Ja, absolut! In den vergangenen Jahren haben wir etwa 30 Burger- und bestimmt 70 Pizza-Konzepte in unseren Märkten umgesetzt. Aufgrund des hohen Bedarfs auf Kundenseite betragen die Gastroanteile der Umsätze unserer Backshops in großflächigen Standorten heute zwischen 20 und 26 Prozent! Mit diesen Angeboten binden wir unsere Kunden noch stärker an die Marke EDEKA und gewinnen neue hinzu.

Die Bären sind los

„Im Sommer startet in unseren Märkten die Nachhaltigkeitskampagne“, sagt Harry Gerdes. „Damit die erfolgreich läuft, muss im Vorwege alles genau vorbereitet werden.“ Später wird ein Panda die Kunden an der Pfandflaschenrückgabe anlächeln. Zwischen Joghurts, Vollmilch und Bio-Käse werden einen ebenfalls zwei freundliche, dunkle Knopfaugen anblicken. Und auch auf vielen Einkaufstaschen ist der kuschelige Bär aus dem WWF- Logo präsent und weist die Besucher zahlreicher Märkte auf die strategische Partnerschaft zwischen EDEKA und der Umweltschutzorganisation hin.

Harry Gerdes und sein Team sorgen dafür, dass die Nachhaltigkeitskampagne wahrgenommen wird – über entsprechende Werbemittel für die Verkaufsflächen, in den digitalen Medien am POS sowie in den Handzetteln der EDEKA-Märkte. „Wir binden auch die Websites der EDEKA-Kaufleute ein und posten begleitende Infos zur WWF-Kooperation beispielsweise auf deren Facebook-Seiten“, erläutert der Leiter Kreation und Kampagnen bei der EDEKA Minden-Hannover-Tochter MIOS-Werbung GmbH.

 „Uns ist wichtig, dass die Kunden am POS erkennen, wofür wir stehen, was uns besonders macht.“

Harry Gerdes

Die Marketingprofis stellen dem Einzelhandel ein ausgewogenes Maßnahmenpaket zusammen, damit sich dieser bei seinen Kunden vor Ort als verantwortungsvolle und vertrauenswürdige Einkaufsstätte positionieren kann. „Uns ist wichtig, dass die Kunden am POS erkennen, wofür wir stehen, was uns besonders macht, dass wir uns vom Wettbewerb differenzieren“, so Gerdes weiter.

Frei nach dem Motto: „Tue Gutes und sprich darüber“. Ziel ist es, mit den geplanten und durchgeführten Maßnahmen und Aktionen nah am Einzelhandel und somit nah an den Verbrauchern zu sein.