Wenn der Winterfisch kommt

Wer gerne Fisch isst, kann sich in der kalten Jahreszeit, wie z. B. im Januar, auf Skrei freuen. Denn Fisch ist gesund. Fisch ist lecker. Fisch ist ein beliebtes Lebensmittel. Aber: Viele Fischarten gelten auch als bedroht. Die arktische Kabeljauart, die zwischen Januar und April ausschließlich vor den Lofoten gefischt wird, ist ein Trendprodukt und gilt nicht als überfischt. „Eine meiner Aufgaben ist die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Fischsortiments für die EDEKA Minden-Hannover“, so Sebastian Hause. Sebastian Hause ist ein EDEKA-Eigengewächs. Als Vertriebsspartenleiter Fisch ersinnt er zeitgemäße Strategien, ist als Innovationstreiber unterwegs und sorgt so für attraktive Fischsortimente. Skrei gehört dazu.

„Durch den Zugriff auf die Rohware können wir die Qualität jederzeit kontrollieren“

Dr. Knut Köhler

Dr. Knut Köhler

Sebastian Hause

Bei der EDEKA Minden-Hannover wird Skrei, wie grundsätzlich alle Fischprodukte im Sortiment, aus mit dem MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) zertifizierten, umweltschonenden Fischereien angeboten. „Natürlich arbeiten wir auch mit regionalen Lieferanten zusammen“, sagt Hause. „Beispielsweise beziehen wir Forellen, Lachsforellen oder Saiblinge aus solchen Quellen.“

Mit dem Zukauf des Hamburger Unternehmens Hagenah erhielt die Fischkompetenz der EDEKA Minden- Hannover kürzlich zusätzlichen Schub. „Durch den Zugriff auf die Rohware können wir die Qualität jederzeit kontrollieren“, weiß Dr. Knut Köhler, Geschäftsführer bei der Hagenah Frische GmbH. „Zudem profitiert EDEKA von dem Know-how der Kollegen. Wir eröffnen dem Verbund Einblick in die Welt eines Fischproduzenten.“ EDEKA überblickt heute die gesamte Wertschöpfungskette, so der Diplom-Chemiker weiter.

Herr Reh geht auf die Pirsch

Wie schmecken Petersilienwurzeln? Was tut sich in Sachen Tierschutz? Und welche regionalen Spezialitäten hat eigentlich mein Bundesland zu bieten? Jedes Jahr im Januar ist Zeit für die „Internationale Grüne Woche“ und ihre Themenwelten „Ernährung, andwirtschaft und Gartenbau“. Auf der Suche nach Lebensmitteln aus aller Welt, aktuellen Informationen und Food-Trends zieht es dann Fachbesucher und Verbraucher aufs Gelände rund um den Berliner Funkturm. Auch Marcus Reh geht gern auf die Pirsch – allerdings das gesamte Jahr über. Für die EDEKA Minden-Hannover fahndet der Einkäufer für regionale Erzeugnisse ganz konkret nach Lebensmitteln aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt. „Für mich ist auf der ,Grünen Woche’ speziell die Berlin-/ Brandenburg-Halle von Bedeutung“, erzählt Reh. „Hier sind etwa 100 Aussteller am Start.“ Die Messe ist Kontaktbörse und wichtige Dialog-Plattform zugleich. Insbesondere kleineren Lieferanten bietet sie Gelegenheit, in direkten Kontakt mit EDEKA zu treten. Aber Reh ist auch bewusst: „Da wir schon mit über 300 Lieferanten aus Berlin und Brandenburg zusammenarbeiten, sind 80 bis 90 Prozent der Lebensmittelhersteller auf der Messe bereits bei uns im Sortiment.“ Auf seinen Rundgängen über das Messegelände hält Marcus Reh, der seit zehn Jahren für die Koordination regionaler EDEKA-Sortimente zuständig ist, Ausschau nach neuen Produkten. „Ich bin häufig auch mit EDEKA-Kaufleuten auf Streifzug. Gemeinsam überlegen wir, was für unsere Kunden interessant sein könnte.“

Regional erzeugte Lebensmittel sind unverändert buchstäblich in aller Munde. Seit sechs Jahren lobt die EDEKA Minden-Hannover deshalb den „Regionalitätspreis“ aus. Er geht an Hersteller mit innovativen Produktideen und wird auf der „Grünen Woche“ verliehen. „Wenn diese Artikel von unseren Kunden nachgefragt werden, stehen die Chancen gut, dass sie einen festen Platz im Sortiment erhalten“, erläutert Marcus Reh. Christine Berger aus der Nähe von Potsdam sei ein tolles Beispiel, berichtet er. Sie habe mit ihren Sanddorn-Produkten die EDEKA-Märkte im Großraum Berlin erobert. „Unsere regionalen Lieferanten werden von uns in Sachen Logistik, Qualität der Ware oder auch Verpackung beraten“, so Reh. „Wir stimmen gemeinsam Vorgehensweisen ab, dann steht einer langfristigen Partnerschaft nichts im Wege.“ Zudem bringt die Zusammenarbeit mit „pro agro“, dem Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin, und der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH wertvolle Impulse für Produzenten aus der Region für Partnerschaften mit den EDEKA-Kaufleuten. Darüber hinaus erzielte 2018 auch die Kooperation mit dem für das Land Brandenburg neu geschaffenen Landesmarketing erste Erfolge.

„Parallel dazu rückt die Förderung von Start-ups immer mehr in den Fokus. Beispielsweise über die EDEKA-Plattform ‚FoodStarter‘, Mentoren-Tätigkeiten im neuen Berliner ‚Food Tech Campus‘ von EDEKA oder über den ,Start-up-Day’ auf der ,Grünen Woche’, bei dem ich schon zum zweiten Mal in der Jury saß.“ Rehs Ziel: „jungen Unternehmen aus der Region Brücken für die Zusammenarbeit mit uns zu bauen“.

„Ich bin häufig auch mit EDEKA-Kaufleuten auf Streifzug. Gemeinsam überlegen wir, was für unsere Kunden interessant sein könnte.“

Marcus Reh