Ostern als umsatzstärkstes Geschäft im Einzelhandel

Die Ostersaison zählt zur wichtigsten Zeit des Jahres für den EDEKA-Unternehmer Marc Kuhlmann. „Es gibt Ostersamstage mit einer höheren Kundenfrequenz als am 23. Dezember“, berichtet er. Bereits Wochen vor Ostern finden die Kunden die Osterware in den Regalen. Doch den höchsten Umsatz macht der selbstständige Einzelhändler erst in der Karwoche selbst.

Und was sind dann die Besonderheiten im Sortiment? Marc Kuhlmann lacht: „Frische weiße und bunte gekochte Eier. Nein, Spaß beiseite. Wichtig sind natürlich die Saisonsüßwaren.“ Dabei unterscheidet ein wesentlicher Faktor das Oster- vom Weihnachtsgeschäft: Ostern fällt kalendarisch immer auf einen anderen Zeitpunkt im Jahr. Ende März kann es noch sehr kalt, nass und auch recht dunkel sein. „Dann laufen im Fleischgeschäft eher Schmorgerichte, Rouladen und Braten“, weiß Marc Kuhlmann. Fällt Ostern aber in die zweite Hälfte des Aprils, kann bei gutem Wetter schon das Grillgeschäft im Vordergrund stehen, oder es gibt bereits Spargel. Flexibilität und das Wissen um die individuellen Wünsche seiner Kunden sind allerdings das gesamte Jahr über gefragt. „Zu Ostern sind zudem insbesondere Ostersüßwaren bei unseren Kunden die Renner. Auch die Eigenmarken haben an Qualität gewonnen“, so Marc Kuhlmann.

„ Es gibt Ostersamstage mit einer höheren Kundenfrequenz als am 23. Dezember.“

Marc Kuhlmann

„Ich sehe mich selbst als Trainer und mag das Bild vom Chef, der am Spielfeldrand steht und dort versucht, aus einem umfassenden Blickwinkel das Spiel zu analysieren“, sagt der selbstständige Kaufmann. Gemeinsam mit seinem Team möchte er Taktik und Stil vereinbaren, um seine Kunden zu begeistern. Dazu gehöre auch, Verantwortung für die Motivation der Mitarbeiter zu übernehmen. „Die persönliche Ansprache ist bei unserer Unternehmensgröße und 500 Mitarbeitern eine große Herausforderung“, gibt Kuhlmann zu, „aber sie ist mir persönlich sehr wichtig. Um im Bild zu bleiben, muss ich auch die Spieler abholen, die auf der Ersatzbank sitzen.“ Marc Kuhlmann führt sieben eigene Supermärkte im Osnabrücker Land. Seine Arbeitswochen gestaltet er ganz nach Bedarf: „Das Controlling nimmt viel Zeit in Anspruch, aber auch Gespräche mit Führungskräften stehen wöchentlich in meinem Terminkalender.“ Wenn es um die Weiterentwicklung und Verbesserung von Arbeitsabläufen oder die Mitarbeiterführung geht, versteht sich Kuhlmann vor allem als Ratgeber seines Teams – egal, ob Ostern, Pfingsten oder zu Weihnachten.

Ernährungsservice auf Patensuche

Ausgewogene Ernährung ist eine Wissenschaft für sich. Marleen Friedrichs hat sie studiert. Wenn es um die Zusammenarbeit mit der Hamburger EDEKA Stiftung im Rahmen der Initiative „Aus Liebe zum Nachwuchs“ geht, ist das Wissen der Ökotrophologin gefragt. Drei Stiftungsprojekte fördern die Ernährungskompetenz von Kindern und Jugendlichen. Eines davon heißt „Gemüsebeete für Kids“.

Und im Frühjahr werden Kindergärten und -tagesstätten von der EDEKA Stiftung mit Hochbeeten, Erde, Setzlingen und Saatgut ausgestattet. Ortsansässige EDEKA-Kaufleute unterstützen die teilnehmenden Einrichtungen als Paten. Sie stehen als Ansprechpartner zur Verfügung und geben dem Projekt ein Gesicht. „Bei der Patensuche kommen wir zum Einsatz“, erläutert Marleen Friedrichs. Sie ist im Team der Abteilung Ernährungsservice aktiv.

 „Wir sind begeistert von so viel Engagement.“

Marleen Friedrichs

Ein weiterer Aspekt ihrer Tätigkeit ist die Entwicklung, Organisation und Durchführung von Ernährungsseminaren für Marktmitarbeiter sowie die Unterstützung der Ernährungsservice-Teams im Einzelhandel. „Die Wünsche der Kunden und unserer Kollegen in den Märkten ändern sich mit den Jahreszeiten“, erzählt sie. „Auf sie gehen wir stets ein und entwickeln entsprechende Aktionen.“

Viele der Märkte, die Marleen Friedrichs gemeinsam mit ihrer Kollegin für „Gemüsebeete für Kids“ begeistert, übernehmen sogar mehrere Patenschaften. Dazu können sie auch selbst die Initiative ergreifen und auf einen Kindergarten, eine Kindertagesstätte oder auf eine Schule zugehen und die Projekte dort vorstellen.

Besteht Interesse, melden sich die Kaufleute beim Ernährungsservice und teilen dem Team die ausgewählte Einrichtung mit.

Gemeinsam mit der EDEKA Stiftung wird dann geprüft, ob eine Aktion noch im selben Jahr oder im Folgejahr möglich ist. „Wir sind begeistert von so viel Engagement“, freut sich Marleen Friedrichs, „durch das 2018 allein in unserem Geschäftsgebiet über hundert neue Hochbeete aufgestellt werden konnten.“